Stimmen zum Familienhörbuch

Petra, 35 Jahre mit 4jähriger Tochter

Hallo, meine Liebe. Eigentlich wollte ich dir ganz viele Briefe schreiben, Briefe zu Zeitpunkten, wo ich vielleicht nicht mehr bei dir bin, Zur Einschulung, wenn du das erste Mal Liebeskummer hast, wenn du heiratest, wenn du selber Mama wirst. Jetzt ist die Krankheit schon so weit fortgeschritten, dass ich eben nicht mehr schreiben kann und ich möchte auch nicht jemand anderen damit betrauen und ich möchte dir auch nichts auf dem Computer schreiben. Und da hat die Oma zum Glück im Fernsehen gesehen, dass man dieses Hörbuch hier machen kann und ich war direkt total begeistert. In diesem Hörbuch erzähle ich dir meine Geschichte und die unserer Familie, damit du einfach ein bisschen weißt, wird die Mama war, wo sie herkommt, wie sie als Kind gespielt hat. Das Hörbuch hat aber leider auch ein Kapitel über die Krankheit und, ja, da muss man eben einfach gucken, wann du dir was anhörst. Ich hoffe einfach, dass ich dir mit dem Hörbuch eine Freude mache und du eine Chance hast, jederzeit meine Stimme zu hören, wenn dir danach ist und das ich dir auf diese Weise auch wieder nah sein kann.

Angelina, 35 Jahre, Mutter von Zwillingen, unheilbar an Krebs erkrankt

Schon bevor ich selbst in diese Lage geraten bin, habe ich eine Reportage über das Projekt gesehen und war sehr bewegt von der Idee, es todkranken Eltern zu ermöglichen, ihre Lebensgeschichte in einem professionellen Hörbuch aufzubereiten. Zum einen zur Bewältigung der eigenen furchtbaren Diagnose, besonders aber auch als Erinnerung für die Familie. Denn jeder weiß: Zuerst vergisst man, wie die Stimme eines Menschen klingt. Für mich ist es eine beruhigende Vorstellung, dass meine Kinder aus erster Hand erfahren können, wie ich der Mensch geworden bin, der ich heute bin, was mir wichtig ist und mich geprägt hat. Sie sollen mich noch kennenlernen können, wenn ich sie schon nicht auf ihrem Lebensweg begleiten kann, so wie es eigentlich sein sollte.

Pauline, mit 9 Jahren verwaist

Es hat auch das beruhigende, nochmal ihre Stimme zu hören, egal was es jetzt ist. Ich glaube, es ist sehr viel Abschied nehmen und es hilft, dass man sich damit abfinden kann. Das Beste ist, wenn sie in ihrem eigenen Hörbuch lacht, finde ich. Man erinnert sich nicht wirklich an die Momente, aber man fühlt sich zuhause.

Elke, 42 Jahre, Mutter von 3jährigen Zwillingen und 7jährigem Sohn

Hallo ihr Lieben, nun bin ich den vierten Tag in der Eifel und arbeite an meinem Familienhörbuch für euch. Vor einer Woche hätte ich das noch nicht für möglich gehalten, da habe ich gefragt, ob wir verschieben könnten. Mein Mund tat weh und selbst Joghurt essen war eine Herausforderung, die Fußsohlen waren taub, ich vergaß mitten im Satz, was ich eigentlich sagen wollte und für mich das Schlimmste, ich war total heiser, weil von dem Cortison der Hals so zugeschwollen war. Frau Grümmers Antwort war prompt: Verschieben ist nicht, bin ausgebucht. Kommen Sie doch erstmal her. Je näher der Anreisetag kam, umso fitter wurde ich und in diesen vier Tagen hier ging es mir richtig gut.

In erster Linie habe ich das Hörbuch natürlich für euch gemacht, damit ihr, wann immer ihr wollt, meine Stimme hören könnt und wenn ihr größer seid, etwas über eure Mama erfahrt. Aber auch für mich war es wichtig, mich einmal ganz intensiv mit meinem Leben auseinanderzusetzen. Viele schöne Erinnerungen kamen zum Vorschein und mit manchen doofen Erlebnissen habe ich reinen Tisch gemacht. Die letzten vier Tage waren definitiv eine emotionale Achterbahnfahrt, ich musste immer wieder weinen, aber eben auch ganz oft lachen. Euch wird es bestimmt genauso gehen und das ist auch gut so. Ihr dürft weinen. Aber ihr müsst auch ganz viel lachen. Am besten hört ihr auch dann an, wie eure Mama „Stubs, der kleinen Osterhase“ singt. Und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Anhören des Hörbuchs. Eure Mama

Christa, Mama von Karin

Karins strahlende Augen, ihre große Freude, als sie erfuhr, dass sie ihr Familienhörbuch® für ihre drei kleinen Kinder noch aufzeichnen kann, vergesse ich nie. Sie wusste, dass sie schon bald gehen muss, doch dass etwas so lebendiges, wie ihre Lebensgeschichte und ihre Stimme, bei ihren Kindern bleiben wird, gab Karin auf ihrem schweren letzten Weg noch einmal ganz viel Zuversicht und Kraft. Momentan höre ich mir vor allem Abends im Bett ihre Stimme an. Dann fühle ich mich ihr so nah, als ob sie neben mir liegen würde.

Maria, 41 Jahre, zwei Kinder, 6 und 9 Jahre

Ich war sehr gespannt und überrascht, nachdem ich mich entschieden habe, dieses Hörbuchprojekt anzugehen, was überhaupt passieren wird, was dabei rauskommen wird, was für ein Produkt entsteht. Und bin jetzt im Nachhinein ganz froh und dankbar, dass ich den Mut hatte, dieses Projekt anzugehen, dass ich die Kraft hatte, diese drei intensiven Arbeitstage gut zu überstehen und hoffe für alle, die es hören werden, dass es ein großer Schatz ist, der aus meinem Leben, aber auch ein bisschen aus der Zeit erzählt, in der ich gelebt habe. Und an dieser Stelle möchte ich mich auch bei euch Dreien bedanken, für die wundervolle Zeit, die wir schon miteinander verbracht haben.

Kristin, 39 Jahre, Mutter eines 20monatigen Sohns

Jetzt habe ich zweieinhalb Tage durcherzählt und eben noch die ganzen Titel aufgesprochen und gemerkt, was für eine Fülle an Themen und Gedanken dabei zusammengekommen ist.

Ich bin ganz, ganz dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, dieses Hörbuch zu machen. Das war sehr anstrengend und ich habe einige Taschentücher gebraucht und viele Pausen, die wirklich nötig waren zur Erholung. Weil, das war harte Arbeit, aber ich glaube, dass es mir sehr, sehr gut getan hat, dass es natürlich für euch eine Schatzkiste ist, aber auch gleichzeitig war es für mich hilfreich und heilsam und ein Element dessen, wie ich mich mit der Situation auseinandersetze und mich auf das vorbereite, was aufgrund meiner Krankheit ansteht und kommen wird.

Ziel ist für mich unter anderem mit diesem Hörbuch mit ein bisschen weniger Angst und Schrecken auf das Thema Sterben und Tod zu blicken – und das wünsche ich euch beiden auch. Wir wissen alle nicht, was nun vor uns ist und noch kommt, aber ich wünsche uns allen, dass wir es annehmen und gut meistern und gut damit umgehen und das Thema Tod und Sterben in unser Leben integrieren und dass ihr es beide am Ende eures Lebens als Bereicherung sehen könnt, nicht nur dieses Hörbuch, sondern was wir zusammen erlebt haben.

Sandra, ehemalige Palliativpatientin

Mein geliebtes Kind. Ich weiß nicht, wann du dir dieses Hörbuch anhören wirst, aber ich würde mir wünschen, dass du vielleicht es gemeinsam mit dem Papa anhörst. Es gibt viele lustige Geschichten. Und es gibt die Kapitel mit Karl, dem Krebs. Und die sind vielleicht nicht so lustig. Und da nochmal mehr würde ich mir wünschen, dass ihr die zusammen anhört, in Momenten, in denen ihr das aushalten könnt. Und dass ihr dann aber auch weiterhört, und hört, von mir, dass alles nicht ganz so düster sein muss.

Frau U. aus Hamburg, Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche

Ich erlebe so oft, dass Kinder und Jugendliche große Ängste haben, die Erinnerungen an Mama oder Papa zu vergessen. Es gibt auch immer wieder Kinder, die noch sehr jung waren, als ein Elternteil verstorben ist. Sie kommen dann zu uns in die Gruppen und leiden sehr darunter, weil sie kaum eine Erinnerung an den Verstorbenen haben. Ich denke beispielsweise dabei gerade an einen achtjährigen Jungen, dessen Mutter an Krebs verstarb als er 4 Jahre alt war und er außer den Fotos, die er aber weder mit Erlebnissen noch mit Emotionen in Verbindung bringen kann, keine Erinnerung an sie hat, was ihn abwechselnd traurig und wütend macht – ihm hätte ein Familienhörbuch so gutgetan. Da könnte ich noch viele Beispiele anfügen…..

Ich danke Ihnen sehr für Ihre so wertvolle Arbeit, die Kindern Trost und Kraft gibt. Mit Hilfe des Familienhörbuchs leisten Sie einen ganz wichtigen Beitrag, dass Kinder und Jugendliche wieder zurück ins Leben finden….. und auch wieder glücklich werden!

Marcel, 38 Jahre, 1 Sohn, Lungenkrebs

Wie Du Dir vorstellen kannst, treibt mich die Frage um, was ich meinem Sohn hinterlassen möchte. Wieviel kann er sich überhaupt in seinen sehr jungen Jahren an seinen Papa erinnern? Welche Möglichkeiten gibt es für mich für ihn lebendig zu bleiben? Dann habe ich von der Familienhörbuch gGmbH erfahren und war sofort von der Idee begeistert meine eigene Geschichte als Hörbuch mit meiner eigenen Stimme für meinen Sohn festzuhalten.