Heute war das Familienhörbuch-Team nah am Wasser gebaut – vor Rührung. Wir sind beeindruckt, wie sehr sich eine Gemeinschaft für eine Person einsetzen kann. Und zeitgleich wird ein Charity-Projekt anschoben. Eine der Engagierten des Ruhr-Gymnasiums Witten nahm auf unsere Bitte hin dazu Stellung. Frau Rechmann schreibt:
Ich möchte eine Geschichte erzählen. Es ist eine Geschichte über eine gemeinschaftliche Aktion für eine starke, wundervolle Frau, die leider schwer erkrankt ist.
Eines Tages las ich in der Zeitung vom Familienhörbuch und der Möglichkeit, im Falle einer palliativen Diagnose, Erinnerungen für die Kinder zu hinterlassen. Ich wollte meiner Kollegin, die selbst betroffenen ist, davon erzählen, doch noch bevor ich das konnte, rief sie selbst online zu einer Spendenaktion für genau dieses Projekt auf. Viele aus unserem Lehrer-Kollegium haben das ebenfalls gesehen und waren gleich bereit, die Aktion zu unterstützen. Wir wollten aktiv daran mitarbeiten, dass die Wartezeiten nicht so lange sind und Bewerber möglichst zeitnah ins Projekt aufgenommen werden können. Also nahmen wir Kontakt zum Familienhörbuch auf, verfassten ein Schreiben an das Gesamtkollegium unserer Schule, um für das Thema zu sensibilisieren und starteten parallel mehrere Charity-Aktionen. Da wir mit zwei weiteren Gymnasien in Witten kooperieren, haben wir auch diese mit ins Boot geholt, Spendenboxen beim Familienhörbuch angefordert, die gleich im Sekretariat aufgestellt wurden und auch beim Sommerkonzert der Fachschaft Musik wurde Werbung für das Familienhörbuch gemacht und Spenden gesammelt.
Einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 11, die von der Erkrankung erfahren haben, informierten uns darüber, dass sie gerne Waffeln und Kuchen verkaufen möchten, um Spenden zu sammeln. Das war ihnen ein wichtiges Anliegen. Gesagt, getan: Die Kuchen waren am ersten Tag so schnell verkauft, dass in der Folgewoche gleich die nächste Aktion starten sollte – alle waren aufgerufen, Kuchen zu backen. Das brachte allein über 700 Euro ein.
Seit einigen Jahren gibt es an unserer Schule einen Fairtrade-Shop. Jährlich werden geringe Überschüsse erwirtschaftet, die in der Regel direkt in das Projekt zurückfließen. Dieses Mal hat sich die Fairtrade-AG jedoch entschieden, den gesamten Überschuss dem Familienhörbuch zu spenden – und wieder füllte sich das Konto.
Was soll ich sagen: Das Ende der Geschichte ist bekannt. Es gab unglaublich viele Spender, jeder Euro war wichtig. Es haben Leute mitgemacht, deren Namen ich gar nicht zuordnen konnte. Einige haben uns einfach Bargeld in die Hand gedrückt und liebe Ex-Lehrkräfte, die bereits im Ruhestand sind, haben sich gemeldet und ebenfalls die gute Sache unterstützt. Einige spendeten mehrfach. Eine Kollegin hat sogar aus dem Krankenhaus heraus, mit ihrem neugeborenen Kind im Arm, eine Spende überwiesen. Es war sehr emotional und überwältigend!
Das Familienhörbuch sagt DANKE für dieses unglaubliche Engagement!